Licht an!


Kennen Sie das: Man sitzt bei Kälte und Unwetter gemütlich in der Wohnung - und plötzlich geht das Licht aus? Zum Glück ist dies bei uns eine Ausnahme, denn statistisch gesehen, haben wir in Deutschland nur etwa 18 Minuten pro Jahr Stromausfall. Aber es ist sozusagen eine Ur-Erfahrung des Menschen: unfreiwillig im Finstern sitzen. Ohne Strom, ohne Kerze, ohne Öllampe oder wenig-stens ohne Brennholz sieht es schlecht aus.

Aber selbst wenn das Licht funktioniert, können wir trotzdem im Finstern sitzen. In persönlicher Traurigkeit und Trauer oder in besonderen Notsituationen. Und auch ein ganzes Volk kann im Finstern sitzen, wenn in der Wirtschaft die Frage nach moralischem Handeln systematisch ausgeblendet wird. Ein Volk kann im Finstern sitzen, wenn die Zehn Gebote und die anderen heilsamen Regeln Gottes für unser Leben vergessen werden.

Doch zum Glück ist bald Weihnachten. Die Bibel hat eine gute Nachricht für Menschen, die im Finstern sitzen:

"… das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen" (Matthäus 4,16).

Der Evangelist Matthäus zitiert den Propheten Jesaja und stellt heraus: Jesus ist das große Licht, das zu allen Menschen kommt. "Ich bin das Licht der Welt", sagt Jesus einmal. Das Licht ist wohl kaum unsere eigene Vernunft, wie seit der Aufklärung gerne behauptet wird. Die menschliche Vernunft kann auch in die Irre führen. Nein, der Glaube an das "große Licht" macht eher bescheiden: Gegen ihn sind selbst helle Köpfe nur kleine Leuchten. Gegen ihn sind wir alle nur Glüh-Würmchen.

Jesus macht das Finstere hell. Er ist das Licht am Ende des Tunnels, dem wir entgegen gehen. Aber nicht nur in der Zukunft, auch in der Gegenwart ist er für uns da. In Psalm 23 heißt es: "Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich." Lassen Sie uns gerade in dieser dunklen Jahreszeit dem guten Hirten vertrauen. Denn wer mit Jesus die Finsternis durchwandert, bleibt nicht mehr in ihr sitzen … In diesem Sinn: Licht an!

Pfr. z.A. Dr. Sönke Finnern





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