Besinnliches zum vierten Advent
"Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden..." Dies wünscht Ihnen
Vieles am Weihnachtsfest und auch an der Weihnachtsgeschichte ist sehr anschaulich.
Wir haben viele Weihnachtsbilder: von Tannenbäumen und Krippen, von Maria und Josef und dem Krippenkind im Stall bei Ochs und Esel.
Eines aber, was ganz zentral zur Weihnachtsbotschaft gehört, ist eher abstrakt. Es ist das, was ganz zum Schluss kommt bei der Engelsbotschaft an die Hirten von Bethlehem:
"Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden..." - nicht nur ein Engel sagt das, es schallt aus dem Mund der "Menge der himmlischen Heerscharen".
"Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden..." - es hat beides etwas miteinander zu tun: Die Ehre Gottes und der Friede unter den Menschen. Und richtig übersetzt geht es weiter: "den Menschen seines Wohlgefallens". Ist nicht genau das die Bedingung, unter der wir Gott wohlgefällig werden können: Wenn wir bereit sind, Frieden zu halten?
Frieden hat etwas mit dem liebevollen Umgang untereinander zu tun. Auch Toleranz ist ein Friedenszeichen. Frieden ist, wo ich die Stimme der andern höre und nicht nur an mich selber denke, manchmal nur einen Schritt nach vorn gehe und die Hand reiche.
Dann wird Frieden sichtbar in meiner Lebensfreude und in der von anderen. Dann wird Frieden sichtbar, weil er wächst und blüht wie zarte Knospen.
Die Friedensbotschaft der Engel fordert uns auf, an Weihnachten darüber nachzudenken, wie er konkret werden kann - in meinem Leben, in unserer Gesellschaft, in unserer Welt.
Gott möge unser aller Schritte auf dem Friedensweg lenken, damit wir fröhlich singend einstimmen können in das Lied der Engel:
Ihre Pfarrerin Ursula Ripp-Hilt



