Elvis' Weihnachtsbrief
Die Übersetzung
Elvis ist älter geworden. Als Geschenk war dieses schöne Kreuz im Brief dabei.
Patenkind der Kinderkirche
Neues Patenkind der Lukasgemeinde
Die Kinderkirche der Lukasgemeinde hat ein neues Patenkind. Es heißt Elvis Pillco und wurde am 17. Dezember 5 Jahre alt. Elvis wohnt in Lima und geht noch in den Kindergarten. Unser erstes Patenkind Jefferson Tejada war im vergangenen August umgezogen und konnte deshalb den Kindergarten in El Augustino / Lima nicht mehr besuchen.

Elvis wurde uns durch das Kinderwerk Lima vermittelt. Das Kinderwerk Lima ist ein freies Missionswerk innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Es unterhält u.a. in Lima zwei Kindertagesstätten sowie eine Schule, bei der in den letzten drei Schuljahren eine Berufsausbildung integriert ist (Mechanik, Elektrotechnik, Industrie-Konfektion, Sekretariat). Zur Zeit werden in den Einrichtungen über 1500 Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet. Teil der Betreuung sind drei Mahlzeiten sowie eine medizinische und zahnmedizinische Versorgung. In akuten Notfällen erhalten auch die Angehörigen eine finanzielle Unterstützung. Auch sind Andachten, Religionsunterricht und Gottesdienst wichtiger Bestandteil im Alltag der Kinder. Durch die Betreuung und Erziehung sollen die Kinder aus dem Teufelskreis der Armut herausgeholt und eine sichere Zukunft ermöglicht werden.
Die Lukasgemeinde hat sich verpflichtet Elvis mit 600 Euro im Jahr zu unterstützen. Dieses Geld soll in der Kinderkirche und in den Schulgottesdiensten gesammelt werden. Auf diese Weise finanzieren wir Elvis Pilco den Kindergarten und später die Schule sowie die Berufsausbildung.
Die Lage in Peru

Blick auf das Schulgelände
Armut ist das größte Problem Perus. Nach den offiziellen Zahlen hat sich die Armut (54% der Bevölkerung gilt als arm) und die extreme Armut (etwa 15% gelten als extrem arm) nicht verringert. Problematisch ist insbesondere das steigende Armutsgefälle zwischen Stadt (ca. 35%) und Land (über 75%). Das Armutsproblem und die damit verbundene Einkommenssituation verhindert, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen regelmäßig am Schulbesuch teilnehmen können. Entsprechend hoch ist die Analphabetenrate in Peru (ca. 13%).
Homepage der deutschen Botschaft in Peru
Seit 1879 besteht Peru in etwa in seiner heutigen Form und Größe als zentralistisch geführte Präsidialrepublik. Obwohl die Gewaltenteilung verfassungsrechtlich verankert ist, ist bislang die Exekutive der bestimmende Machtfaktor gewesen - weitgehend getragen von Militär, Sicherheits- und Geheimdiensten sowie der Polizei. Seit dem Ende der autokratisch geführten zehnjährigen Regierungszeit von Präsident Fujimori in der zweiten Jahreshälfte 2000 wird eine glaubhafte Demokratisierung verbunden mit ernsthaften Dezentralisierungsbestrebungen und eine Verankerung der Rechtsstaat-lichkeit vorangetrieben. Der seit dem 28. Juli 2001 im Amt wirkende Präsident Toledo wurde, wie die Abgeordneten des heutigen Kongresses, demokratisch und in freien Wahlen gewählt.
Mehr als zwei Drittel der peruanischen Bevölkerung leben in Ortschaften mit über 2.000 Einwohnern, davon allein im Großraum von Lima mehr als sieben Millionen Menschen bei einer Gesamtbevölkerungszahl von über 25 Millionen. Die mit diesen Zahlen zum Ausdruck kommende Landflucht hält unvermindert an.
In extremer Armut leben 14,7 Prozent, mit wieder schnell steigender Tendenz auf die Höchstmarke, die 1991 bei 26,8 Prozent lag. Der Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben, steigt in den Anden-und Regenwaldregionen am stärksten an.








