Unterstützung der Schneller-Schulen
In der Gemeinde wenig bekannt und deshalb umso mehr erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Lukasgemeinde seit Jahren die Johann-Ludwig-Schneller-Schule (JLSS) im Libanon mit 480 Euro pro Jahr aus den Gottesdienstopfern unterstützt. Diese Einrichtung geht auf das Syrische Waisenhaus in Jerusalem zurück, das Johann Ludwig Schneller von der Schwäbischen Alb 1860 gegründet hat. Es ist ein Internat, das Waise, Halbwaise und Kinder aus benachteiligten Familien aufnimmt.Ein wichtiges Erziehungsprinzip ist das Zusammenleben von Christen und Muslimen und damit die Erziehung zum Frieden. Wenn die muslimischen Kinder während des Ramadan tagsüber fasten, kann es schon passieren, dass andere, christliche ‘Familienmitglieder’ aus Solidarität mitfasten. Die muslimischen Kinder kommen aber auch zum Sonntagsgottesdienst oder beteiligen sich am weihnachtlichen Krippenspiel. In einem Land, in dem ca. 40 Prozent Christen und 60 Prozent Muslimen leben, ist es wichtiger, das Verbindende zu betonen als das Trennende. So wachsen die muslimischen und christlichen Kinder in der JLSS in selbstverständlicher Weise miteinander auf. Die Religion der anderen wird respektiert und die Erzieher bemühen sich um Friedenserziehung, die im Alltag insbesondere in der Konfliktlösung zum Tragen kommt.
Ein wichtiger Bereich des Schnellerschen Erziehungskonzepts ist auch die Berufsausbildung. Die JLSS hat Ausbildungsplätze in der Schreinerei, Industriemechanik, Elektrik und der Kfz-Werkstatt. Um den steigenden Anforderungen an den Ausbildungsstand der jungen Menschen gerecht werden zu können, wurden im Jahr 2001 die Werkstatt für Industriemechanik und die Kfz-Werkstatt gründlich modernisiert.
Bitte achten Sie im Gottesdienst auf die Opferabkündigung und geben Sie reichlich. Der Kirchengemeinderat hat sich für dieses Projekt entschieden, dessen Seriosität von dem Evangelischen Missionswerk Süddeutschland gewährleistet wird.





