Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Berichte über Ereignisse aus dem Gemeindeleben.Haben Sie also ein interessantes Thema worauf Sie im Lukasboten oder dem Gerlinger Anzeiger aufmerksam wollen oder beispielsweise eine kirchennahe Veranstaltung, die auf unserer Homepage beworben werden soll, dann wenden Sie sich an uns.
Sie erreichen uns per Email unter
Buschtrommel.Lukas@t-online.de
Dreiviertelpfarrer will keiner sein
Gerlingen, Die Lukaskirche hat Schwierigkeiten bei der Pfarrersuche. Dies hat mit der Stellenreduzierung zu tun.
Die Nachbarn hatten Glück: Die beiden Pfarrstellen an der Gerlinger Petruskirche werden im Juli und September wieder besetzt, auch das Pfarramt an der Klinik Schillerhöhe hat eine neue Seelsorgerin. Nur die Lukaskirchengemeinde im Gehenbühl muss mit ihrer Stellenbesetzung in die zweite Runde. Jetzt kann es 2012 werden, bis dort wieder ein Theologe anfängt. Die Schwierigkeiten hängen mit der Reduzierung des Stellenumfangs zusammen. Der Pfarrer Jens Keil war im Februar nach Remseck gewechselt, die Pfarrstelle der Lukasgemeinde danach planmäßig von 100 auf 75 Prozent reduziert worden. Im Kirchengemeinderat ist man trotz der Pfarrervakanz aber erfreut darüber, dass die Vertretung funktioniert - durch Kollegen und Ehrenamtliche.
Die Malaise hatte im letzten Sommer begonnen. Da stellte sich binnen weniger Wochen heraus, dass von den sieben evangelischen Pfarrern in Gerlingen vier gehen werden: die Klinikpfarrerin Doris Bazlen im August, das Pfarrersehepaar Braun der Petruskirche im November und im Februar Jens Keil. Es gingen so viele Bewerbungen ein, dass die Stellen an der Klinik und an der Petruskirche im April und Mai wieder besetzt werden konnten. Nur an der Lukaskirche klappte es nicht - obwohl "sich jeder Pfarrer nach einer solchen Gemeinde die Finger leckt", wie Insider sagen.
Denn die Stelle hat einen Haken: Sie ist reduziert auf drei Viertel des normalen Umfangs. "Das reicht nicht für einen Familienvater", sagt Jochim Laicher, Kirchengemeinderat an der Lukasgemeinde. Nach der ersten Ausschreibung gab es keinen geeigneten Bewerber. Deshalb beschloss die Gemeinde vor wenigen Tagen zusammen mit der Ditzinger Dekanin Elisabeth Hege eine zweite Ausschreibungsrunde. "Man weiß, dass eine zweite Runde für eine reduzierte Stelle wahrscheinlicher ist als für eine Hundertprozentstelle", sagt Elisabeth Hege. Für Vollzeitstellen gebe es in der Landeskirche einen "deutlich größeren Pool" von Pfarrerinnen und Pfarrern, die wechseln wollten, als für Teilzeitdeputate.
Es ist in Württemberg möglich, dass Pfarrerspaare auf unterschiedlichen Stellen, auch reduzierten, in derselben oder in Nachbargemeinden arbeiten - passende Konstellationen zu finden, ist aber nicht einfach. Das weiß auch die Dekanin. Hege kann zum Jahresbeginn 2012 in Ditzingen eine weitere 75-Prozent-Stelle zum Kombinieren anbieten, wenn einer ihrer Kollegen in den Ruhestand geht und dessen Stelle wie geplant reduziert wird. Sie hat noch ein Problem: Nach dem Plan der Landeskirche muss bis Jahresende im Bezirk eine weitere Stelle um 25 Prozent reduziert werden.
"Es ist besser, nach den Sommerferien neu auszuschreiben", sagt der Kirchengemeinderat Joachim Laicher zur Situation in Lukas, "jetzt hat das nicht viel Sinn." Dann dauere es im günstigsten Fall nochmals rund drei Monate bis zum Dienstbeginn des neuen Lukas-Pfarrers. "Wir müssen in größeren Zeitabschnitten denken", sagt Laicher. Als Alternative zur zweiten Ausschreibung habe man nur gehabt, der Zuweisung eines Berufsanfängers zuzustimmen, was aber auch nicht von jetzt auf gleich geklappt hätte. "Es ist ein bisschen Glückssache, wer gerade im Land eine neue Stelle sucht", sagt Laicher. "Lukas hat großen Reiz. Wir brauchen jetzt ein bisschen Glück und Gottvertrauen."
Die Nachbarn hatten Glück: Die beiden Pfarrstellen an der Gerlinger Petruskirche werden im Juli und September wieder besetzt, auch das Pfarramt an der Klinik Schillerhöhe hat eine neue Seelsorgerin. Nur die Lukaskirchengemeinde im Gehenbühl muss mit ihrer Stellenbesetzung in die zweite Runde. Jetzt kann es 2012 werden, bis dort wieder ein Theologe anfängt. Die Schwierigkeiten hängen mit der Reduzierung des Stellenumfangs zusammen. Der Pfarrer Jens Keil war im Februar nach Remseck gewechselt, die Pfarrstelle der Lukasgemeinde danach planmäßig von 100 auf 75 Prozent reduziert worden. Im Kirchengemeinderat ist man trotz der Pfarrervakanz aber erfreut darüber, dass die Vertretung funktioniert - durch Kollegen und Ehrenamtliche.
Die Malaise hatte im letzten Sommer begonnen. Da stellte sich binnen weniger Wochen heraus, dass von den sieben evangelischen Pfarrern in Gerlingen vier gehen werden: die Klinikpfarrerin Doris Bazlen im August, das Pfarrersehepaar Braun der Petruskirche im November und im Februar Jens Keil. Es gingen so viele Bewerbungen ein, dass die Stellen an der Klinik und an der Petruskirche im April und Mai wieder besetzt werden konnten. Nur an der Lukaskirche klappte es nicht - obwohl "sich jeder Pfarrer nach einer solchen Gemeinde die Finger leckt", wie Insider sagen.
Denn die Stelle hat einen Haken: Sie ist reduziert auf drei Viertel des normalen Umfangs. "Das reicht nicht für einen Familienvater", sagt Jochim Laicher, Kirchengemeinderat an der Lukasgemeinde. Nach der ersten Ausschreibung gab es keinen geeigneten Bewerber. Deshalb beschloss die Gemeinde vor wenigen Tagen zusammen mit der Ditzinger Dekanin Elisabeth Hege eine zweite Ausschreibungsrunde. "Man weiß, dass eine zweite Runde für eine reduzierte Stelle wahrscheinlicher ist als für eine Hundertprozentstelle", sagt Elisabeth Hege. Für Vollzeitstellen gebe es in der Landeskirche einen "deutlich größeren Pool" von Pfarrerinnen und Pfarrern, die wechseln wollten, als für Teilzeitdeputate.
Es ist in Württemberg möglich, dass Pfarrerspaare auf unterschiedlichen Stellen, auch reduzierten, in derselben oder in Nachbargemeinden arbeiten - passende Konstellationen zu finden, ist aber nicht einfach. Das weiß auch die Dekanin. Hege kann zum Jahresbeginn 2012 in Ditzingen eine weitere 75-Prozent-Stelle zum Kombinieren anbieten, wenn einer ihrer Kollegen in den Ruhestand geht und dessen Stelle wie geplant reduziert wird. Sie hat noch ein Problem: Nach dem Plan der Landeskirche muss bis Jahresende im Bezirk eine weitere Stelle um 25 Prozent reduziert werden.
"Es ist besser, nach den Sommerferien neu auszuschreiben", sagt der Kirchengemeinderat Joachim Laicher zur Situation in Lukas, "jetzt hat das nicht viel Sinn." Dann dauere es im günstigsten Fall nochmals rund drei Monate bis zum Dienstbeginn des neuen Lukas-Pfarrers. "Wir müssen in größeren Zeitabschnitten denken", sagt Laicher. Als Alternative zur zweiten Ausschreibung habe man nur gehabt, der Zuweisung eines Berufsanfängers zuzustimmen, was aber auch nicht von jetzt auf gleich geklappt hätte. "Es ist ein bisschen Glückssache, wer gerade im Land eine neue Stelle sucht", sagt Laicher. "Lukas hat großen Reiz. Wir brauchen jetzt ein bisschen Glück und Gottvertrauen."
Von Klaus Wagner, "Strohgäu Extra", vom 16.06.2011
Ein Helfer für alle Fälle
Gerlingen Mit einem ungewöhnlichen Angebot will die Lukasgemeinde in plötzlichen Notsituationen einspringen.Ein Kind wird plötzlich krank, die Mutter muss mit ihm zum Arzt - wer aber holt den Sohn aus dem Kindergarten ab? Ein Unfall mit dem Auto bringt alle Tagespläne durcheinander, Angehörige sind keine erreichbar - wer ordnet das Chaos der Aufgaben, die jetzt auf einmal zu erledigen sind? Der Großvater im Krankenhaus muss dringend besucht werden - wer aber sagt den heimkehrenden Schulkindern Bescheid? Das sind Situationen, die immer wieder vorkommen können und mit denen auch das Pfarrbüro der Gerlinger Lukasgemeinde schon öfters konfrontiert wurde. Um Betroffenen rasche Hilfe bieten zu können, haben Ehrenamtliche den Dienst "Lukas hilft" eingerichtet. Doch das Angebot ist offensichtlich noch nicht bekannt - oder es wird tatsächlich nur selten gebraucht.
Die Kirchengemeinderätin Sigrun Fingerle aus dem Gerlinger Stadtteil Gehenbühl hat "Lukas hilft" mit aus der Taufe gehoben. Die Aktion will in solchen Situationen einspringen, in denen jemand mit plötzlich auftretenden Vorkommnissen allein nicht mehr fertig wird - sei es, dass eine Person nicht gleichzeitig an mehreren Orten sein kann, sei es, dass Hilfe für das Strukturieren von Aufgaben nötig ist. "Wir wollen schnelle Hilfe in den Fällen bieten, in denen die vorhandenen Hilfsdienste nicht sofort reagieren können", erklärt Sigrun Fingerle.
Der Schwerpunkt des Einsatzgebietes solle im Gehenbühl liegen, also im Gebiet der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde. "Leute von außerhalb weisen wir natürlich nicht ab", sagt die Kirchengemeinderätin - verweist aber darauf, dass das Angebot nur zeitlich begrenzt sein könne, und dass auch nicht jeder der Helfer ein Auto habe. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter dieser Aktion haben jeweils eine Woche lang Bereitschaft: morgens um 7 Uhr wird das Handy eingeschaltet, erst abends um 22 Uhr wird die Mailbox aktiviert.
Bisher gab es in den vier Monaten, seit denen "Lukas hilft" besteht, nur ein Problem: "Wir warten noch darauf, in Anspruch genommen zu werden", sagt Fingerle, die auch im Förderverein der Gemeinde aktiv ist. Man will das Angebot jetzt in Gerlingen stärker bekannt machen, mit Prospekten oder dem Veröffentlichen der Telefonnnummer. Nur eines müsse klar sein: medizinische und pflegerische Leistungen seien ebenso ausgeschlossen wie juristischer Rat oder die Regelung finanzieller Angelegenheiten. Dafür seien Profis zuständig.
Von Klaus Wagner, "Strohgäu Extra", vom 29.04.2011
Rufnummer "Lukas hilft" ist unter der Nummer 0 71 56 / 92 95 15 zu erreichen.
Pfarrstellenwechsel oder
„Wir müssen auch anders“
Der Kirchengemeinderat hat sich Anfang Oktober zu einer Klausur in Hohenwart getroffen. Das Hauptthema war der Wechsel sowie die Reduzierung der Pfarrstelle - eine Entwicklung, die sich nicht ohne Einschnitte im kirchlichen Alltag vollziehen lassen wird. Viele Fragen bleiben noch unbeantwortet. Wie begegnen wir den Ängsten vor Veränderung? Wie können wir anstehende Veränderungen verständlich kommunizieren? Was tun wir, wenn der Wille an Bestehendem festhalten zu wollen, sehr groß ist? Doch dieser Wechsel ist auch eine Chance, Eigeninitiative zu ergreifen, alte Zöpfe abzuschneiden und Neues zu wagen. In der Theorie haben wir den Stellenwechsel an diesem Wochenende intensiv betrachtet und nun geht es an die Umsetzung und Ausgestaltung.
Vielerlei gilt es zu erhalten: Vielfalt des kirchlichen Lebens, den Seelsorgeauftrag des Pfarrers, Projekte, Krippenspiele, Jungscharen und Freizeiten, den respektvollen Umgang, um nur ein paar Stichworte zu nennen.
Die alles beherrschende Frage: Wie kompensieren wir das Tätigkeitsfeld eines „150%-Pfarrers“ mit einer neuen Pfarrerin oder einem neuen Pfarrer, die/der eben nur noch 75 % zur Verfügung hat. Fingerspitzengefühl ist gefragt. Die Rahmenbedingungen: weniger Gottesdienste geringere Wochenstunden Arbeitszeit und eine noch zu bestimmende Wochenstundenanzahl zur freien Verfügung, die Arbeit den eigenen Fähigkeiten und Interessen gemäß zu gestalten. Ein Zeitmodell zu gestalten, das einerseits den Bedürfnissen einer aktiven Kirchengemeinde und dem Recht auf eine gute Betreuung entgegen kommt und andererseits dem neuen Dienstauftrag gerecht wird, ist eine Herausforderung.
Viele Aufgaben müssen bestenfalls auf viele Schultern verteilt werden, aber vieles womöglich auch unerledigt bleiben. Wir werden Mithilfe aus der ganzen Gemeinde benötigen, Lukas braucht Sie.
„Lukas braucht Sie!“ - leichter gesagt als getan, denn wenn Eines unsere Gemeinde auszeichnet, dann sind es die vielen Menschen, die anpacken und Sensationelles schaffen. Die Zeit der Vakatur kann bis in den September 2011 dauern. Liebgewonnenes wird verschwinden und Neues wird entstehen. Doch dies soll und darf nicht ohne Sie geschehen.
Die Kirchengemeinde ist auf einem guten Weg. Die gute Arbeit, die der Förderverein leistet, trägt Früchte: Wir haben eine zu 25% beschäftigte Jugendreferentin. Ohne Ihre Mitgliedschaft im Förderverein „Zukunft Lukas“ wäre dies nicht möglich gewesen. Danke.
Die Lukasgemeinde soll eine offene, experimentierfreudige Kirche die Räume schafft bleiben. Doch Einschnitte werden nicht ausbleiben. Gottesdienst-Highlights wie Gründonnerstag müssen womöglich entfallen. Wohin entwickeln sich die Gottesdienstzahlen, wenn die Integrationsfigur fehlt? Geben wir Prädikanten eine Chance? Wie können wir Gottesdienste als Kirchengemeinde mitgestalten? Eine konkrete und spürbare Maßnahme wird die Verschiebung der Gottesdienstanfangszeiten während der Vakatur auf 11Uhr sein, um für Pfarrerinnen und Pfarrer aus Gerlingen, Ditzingen und auch der Stephanusgemeinde (Giebel) einen Doppeldienst zu ermöglichen. Aber wie werden die Pfarrer angenommen, die die Doppeldienste bestreiten?
Unzählige Aufgaben wollen organisiert, verteilt und erledigt sein. Die Organisation des Bandraums braucht eigenverantwortliche und verantwortungsbewusst handelnde Jugendliche und junge Erwachsene. Die Kirche, das Gemeinde- und Pfarrhaus müssen in Schuss bleiben. Was wir leisten können hat unsere Innenrenovierung gezeigt, aus eigener Leistung wurden über 650 Arbeitsstunden aufgebracht. Aktionen, die die Lukasgemeinde ausmachen.
Auf unserem Wunschzettel stehen Veranstaltungen wie die Nachtklänge, die erhaltenswert und wichtig für ein Gemeindeleben sind.
Wir verstehen es Feste und Events zu feiern. Menschen fühlen sich eingeladen. Das macht unsere Lukasgemeinde aus und das soll auch so bleiben. Ein Festausschuss wurde gegründet und wird künftig eigenverantwortlich Gemeindefeste organisieren.
Der Pfarrer als zentrale Anlaufstelle für vielfältige Fragestellungen, Wünsche und Probleme wird in der Zeit der Vakatur fehlen. Sie als Kirchengemeindeglieder und wir als Kirchengemeinderat sind gefordert das Gespräch miteinander aufrecht zu erhalten. Auch in der Zeit danach wird es darauf ankommen, dass wir uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren und vor allem miteinander Gemeinde sind und leben. Wie sagte doch Pfarrer Keil einmal: „Pfarrer kommen und gehen – Sie, die Sie Lukasgemeinde sind, bleiben.“
Lukas, eine starke Gemeinde – Gott sei Dank.
Von Charls Paczkowski
12. Oktober 2010:
Nichtöffentliche Besetzungssitzung mit Prälat Mack. Wahl der Vorsitzenden, des Stellvertreters und der Schriftführerin des Besetzungsgremiums. Erstellen des Ausschreibungstextes
Spätestens 15. Januar 2011:
Ausschreibung der Pfarrstelle in „Arbeit und Besinnung“
Februar 2011:
Entscheidung der Personalkommission des Oberkirchenrats und Benennung der Bewerber/innen
28. Februar 2011:
Nichtöffentliche Eröffnungssitzung und Kenntnisnahme der Bewerbungsunterlagen
Bis Mitte Mai 2011:
Kennenlernen der Bewerber/innen
Ende Mai 2011:
Entscheidung im Besetzungsgremium.
Ein Neubesetzungstermin kann derzeit noch nicht genannt werden, da die Entscheidung des Besetzungsgremiums auch eine Neuausschreibung bedeuten.
Weiterführende Links
epd Südwest
epd Deutschland
Kirchenfernsehen
Publik-Forum




