Es ist ein Armutszeugnis: Erst das Verfassungsgericht hat es der Politik ins Stammbuch diktieren müssen. 359 Euro Hartz IV pro Monat sind zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Was folgt ist eine unwürdige Diskussion bis dahin, dass unsere Arbeitsministerin Bildungsgutscheine für Kinder von Langzeitarbeitslosen einführen will. Stärker kann man ein Kind nicht stigmatisieren, als dass seine Mutter in der Jugendmusikschule für alle sichtbar mit einem Gutschein zahlen muss.
Nun haben sich die Kirchen zu Wort gemeldet. Sie fordern die Anhebung der Sätze auf 400 Euro, um den Betroffenen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Nur zur Erinnerung: „Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen.“ (Unicef 2008). Aber auch ist nachzulesen: 10 Prozent der Deutschen verfügen über 2/3 des Gesamtvermögens (DIW 2007).
Man kann die Politik kritisieren – doch in einer Demokratie bekommen die Menschen die Politik, die sie verdienen. Und so müssen wir uns an die eigene Nase fassen, wenn es in unserem reichen Land nicht gelingt, die Armut zu besiegen. Was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf die christliche Grundhaltung, dass Segen (Reichtum und Wohlstand, Gaben und Begabungen) nicht um des Segens oder des Gesegneten willen gegeben ist, sondern letztlich eine Verpflichtung ist, diesen Segen weiterzugeben zum Wohl des Nächsten und der Allgemeinheit.
Ihre Gaben diakonisch einsetzen wollen in der Lukaskirchengemeinde ab November zehn Gemeindemitglieder. Als ehrenamtliche Helfer in der Not wollen sie über ein Notfallhandy erreichbar sein, um Menschen kurzfristig als Überbrückung ihre Hilfe anzubieten bis andere Helfersysteme (Familie, Nachbarschaftshilfe etc.) aktiviert werden. Das mag ein Einkauf sind für die Ehefrau, die bei ihrem sterbenden Mann bleiben will, oder die Kinderbetreuung für die alleinerziehende Mutter im Krankenhaus. Auch wenn es sich dabei „nur“ um eine überbrückende Maßnahme handelt, die sich „nur“ auf wenige Tage beschränkt, so ist es doch ein Zeichen, dass es Menschen gibt, die ihre Gaben zum Wohle anderer einsetzen wollen. Und genau das ist es, was wir brauchen.
Nun haben sich die Kirchen zu Wort gemeldet. Sie fordern die Anhebung der Sätze auf 400 Euro, um den Betroffenen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Nur zur Erinnerung: „Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen.“ (Unicef 2008). Aber auch ist nachzulesen: 10 Prozent der Deutschen verfügen über 2/3 des Gesamtvermögens (DIW 2007).
Man kann die Politik kritisieren – doch in einer Demokratie bekommen die Menschen die Politik, die sie verdienen. Und so müssen wir uns an die eigene Nase fassen, wenn es in unserem reichen Land nicht gelingt, die Armut zu besiegen. Was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf die christliche Grundhaltung, dass Segen (Reichtum und Wohlstand, Gaben und Begabungen) nicht um des Segens oder des Gesegneten willen gegeben ist, sondern letztlich eine Verpflichtung ist, diesen Segen weiterzugeben zum Wohl des Nächsten und der Allgemeinheit.
Ihre Gaben diakonisch einsetzen wollen in der Lukaskirchengemeinde ab November zehn Gemeindemitglieder. Als ehrenamtliche Helfer in der Not wollen sie über ein Notfallhandy erreichbar sein, um Menschen kurzfristig als Überbrückung ihre Hilfe anzubieten bis andere Helfersysteme (Familie, Nachbarschaftshilfe etc.) aktiviert werden. Das mag ein Einkauf sind für die Ehefrau, die bei ihrem sterbenden Mann bleiben will, oder die Kinderbetreuung für die alleinerziehende Mutter im Krankenhaus. Auch wenn es sich dabei „nur“ um eine überbrückende Maßnahme handelt, die sich „nur“ auf wenige Tage beschränkt, so ist es doch ein Zeichen, dass es Menschen gibt, die ihre Gaben zum Wohle anderer einsetzen wollen. Und genau das ist es, was wir brauchen.




