Pfarrplan 2011

 

Reduzierung der Lukaspfarrstelle geplant
 
Der Pfarrplan 2011 sieht eine Reduzierung der Lukaspfarrstelle auf 25 Prozent vor. Der Beschluss soll auf der Bezirkssynode im März gefasst werden. Auf diese Seite berichten wir von Entwicklungen.

 

 

Stellungnahme eines Gemeindegliedes

... ich habe gerade den Lukasboten gelesen und denke, dass es an der Zeit ist mich zu Wort zu melden. Es geht um den Abbau guter und jahrelanger Arbeit. Ich meine den geplanten teilweisen Abbau der Pfarrstelle in der Lukaskirche.

Meine Meinung ist ergänzend zu gefallen guten Argumenten ....

Im ganzen Stadtteil Gehenbühl gibt es für Kinder und Jugendliche keine Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung mit Ausnahme der Angebote für Kinder, die musikalisch interessiert und begabt sind. Diese können in der Musikschule im Stadtteil ihre Freizeit verbringen. Fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche können sich im Stadtteil beim FC Gehenbühl engagieren. Des weiteren besteht ein Freizeitangebot vom KSG für Leichtathlethen.

Doch was ist mit den Kindern die diese Neigungen nicht besitzen ???? - Oder deren Eltern das Geld für diverse Mitgliedschaften, bzw. Musikinstrumente und Musikunterricht nicht aufbringen können ???? -, die einfach nicht über den entsprechenden finanziellen Spielraum verfügen ??? Dies sind meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit keine Einzelfälle mehr

... ist hier nicht Kirche gefragt ????

Für diesen Kreis an Kindern und Jugendlichen hält die Lukaskirche Gerlingen ein nicht zu verachtendes Angebot bereit. Dieses Angebot kann ohne Fahrtkosten und ohne Kosten für die Angebote selbst besucht werden. Es bietet wohnortnah !! die Möglichkeit mit anderen Kindern und Jugendlichen Sozialverhalten einzuüben, Spaß zu haben, freie Zeit aktiv zu verbringen ... Dies darf nicht unterschätzt werden.

Jugendliche und junge Erwachsene investieren in unserer Gemeinde Zeit in andere Menschen. Sie lernen dabei Verantwortung für andere zu übernehmen, zu planen, sich selbst zu verwirklichen ...., ..... und denken dabei nicht an persönlichen finanziellen Vorteil. Dies halte ich für besonders bemerkenswert.

Unsere Kirche wird für sie so zur Selbstverständlichkeit, zu einem Ort an dem sie sich gerne aufhalten, sich wohlfühlen , sich verstanden fühlen, sich zugehörig fühlen, an dem andere Menschen sind mit denen sie sich verstehen können, Gespräche stattfinden, die früher vielleicht in der Familie stattgefunden haben ... ich denke solch ein Ort ist gerade in unserer heutigen Welt keine Selbstverständlichkeit mehr.

Kinder und Jugendliche wachsen auf diese Art in die Gemeinde hinein, finden Halt und Sicherheit, Lebenssinn und Lebensmut. Sie werden all das, was heute in sie investiert wird irgendwann einmal zurückgeben an diese unsere Gemeinde - dies war für mich immer der Grund Jugendarbeit zu machen - Kindern und Jugendlichen einen Ort zu geben an den sie hingehören, an dem sie akzeptiert werden mit allen ihren Freuden, ihrem Kummer und ihrem ganzen persönlichen Kram....

Dies ist doch (für mich) der Weg zum anderen ... der für uns als Christen selbstverständlich sein sollte.

 

Oder ganz pädagogisch begründet, die Kinder- und Jugendarbeit in der Lukaskirche leistet:
Suchtprophylaxe,
wirkt der Verinselung und
der Medienkindheit in der heutigen Gesellschaft entgegen
...
....

Also, der langen Rede kurzer Sinn, ich finds einfach nicht fair, nicht ok

Marion Dellmuth