Freiwilliger Gemeindebeitrag –
Was ist denn das eigentlich?

An erster Stelle wollen wir Ihnen ganz herzlich DANKE sagen für all Ihre jahrelange Unterstützung, die Sie unserer Kirchengemeinde zukommen lassen! Jede Unterstützung zählt, egal ob Kuchenspenden am Gemeindetag, Mithilfe beim Bausamstag oder das Engagement im Förderverein Zukunft Lukas, um nur einige wenige zu nennen. Die Gemeinde lebt davon, dass viele sich einbringen: Sei es durch Ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeindearbeit und /oder durch Ihren finanziellen Beitrag.

 

Ein Blick zurück. Jahrzehnte lang durften evangelische Kirchengemeinden in Württemberg das sogenannte Kirchgeld, auch Ortskirchensteuer genannt, erheben. Es stand – im Gegensatz zur Kirchensteuer – vollständig der Kirchengemeinde zur Verfügung. Das Kirchgeld stellte damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Finanzierung der Aufgaben der Kirchengemeinde dar.

 

Die Ortskirchensteuer wurde von den Gemeindemitgliedern erhoben, die mindestens 18 Jahre alt und nach dem Bundessozialhilfegesetz nicht anspruchsberechtigt sind oder in ähnlichen wirtschaftlichen Verhältnissen leben und mehr Einkünfte als das Existenzminimum haben – und trotzdem keine Lohn- oder Einkommenssteuer und damit keine Einkommenssteuer entrichtet haben. Das Kirchgeld betrug mindestens 12 Euro jährlich und erhöhte sich einkommensabhängig.

 

Vom Land Baden-Württemberg wurde diese Praxis der Kirchgelderhebung vielfach bemängelt und das Kollegium des Evangelischen Oberkirchenrates in Stuttgart hat darauf reagiert. Er hat per Verordnung vom Februar 2006 beschlossen, künftig kein Kirchgeld mehr zu erheben. Stattdessen kann jede Gemeinde einen sogenannten Freiwilligen Gemeindebeitrag von allen ihren Gemeindemitgliedern erbitten. Im Laufe des Jahres 2007 wurden nun alle Kirchenmitglieder angeschrieben und um einen freiwilligen Gemeindebeitrag gebeten – dies war auch in unserer Kirchengemeinde der Fall.

 

Wir danken ausdrücklich allen, die durch die Zahlung der Kirchensteuer Ihre Solidarität zum Ausdruck bringen. Das haben wir alles nicht aus dem Blick verloren. Dennoch legen wir Ihnen allen den Gemeindebeitrag ans Herz. Wir bitten um Unterstützung – Sie entscheiden. Es ist Ihr freiwilliger Gemeindebeitrag für die Kirche vor Ort. Keiner soll sich bedrängt fühlen! Wir wissen, dass manche von Ihnen genau rechnen müssen. Wie der Name schon sagt, ist der Beitrag ein freiwilliger.

 

Der Freiwillige Gemeindebeitrag kommt ganz und gar unserer eigenen Lukaskirchengemeinde zugute. Durch den  eingegangenen Beitrag 2011 zum Beispiel konnten wir die Präsenzzeit  unserer Pfarramtssekretärin im Gemeindebüro verlängern und so die Vakaturzeit besser überbrücken.

 

Die Aufgaben der Kirchengemeinde werden nicht weniger. Wir sind weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen und bitten Sie daher einmal im Jahr, die Arbeit Ihrer Kirchengemeinde vor Ort durch den Freiwilligen Gemeindebeitrag zu unterstützen. Beim Freiwilligen Gemeindebeitrag handelt es sich um eine Spende. Als Spende ist der Freiwillige Gemeindebeitrag selbstverständlich steuerlich absetzbar.

Projekt 1 „Außenanlagen“

Die Bauarbeiten für das neue Familienzentrum haben begonnen. Das „Umfeld“ der Lukaskirche wird sich durch die kommende Bebauung sehr verändern.  Dadurch kommen auch Veränderungen und neue Aufgaben auf uns zu. Der Eingangsbereich am Margaretenweg muss neu gestaltet werden. Die gemeinsame Nutzung der Grünfläche vom Kindergarten Blumenstraße entfällt zukünftig. Dafür bekommen wir auf unserer Westseite Grünfläche dazu. Mit viel Kreativität  und Phantasie werden wir unseren  Außenanlagen ein neues Gesicht verleihen. Das wird nicht nur Zeit und Einsatz, sondern auch finanzielle Mittel  erfordern. Für die kostenintensive Neugestaltung bitten wir Sie herzlich um Ihre finanzielle Unterstützung!

 

Projekt 2 „chillout“

Das zweite Projekt betrifft die soziale Mitverantwortung unserer Kirchengemeinde. Wir möchten mit ihrer Hilfe das Projekt „chillout“ der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete in unserem Landkreis unterstützen. Die Zielgruppe dieses Angebotes sind benachteiligte und suchtgefährdete junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Die zentrale Aufgabe der Mitarbeiter/innen von chillout ist, gefährdete junge Menschen in ihrem Lebensumfeld aufzusuchen und ihnen dort Suchthilfen, wie Beratung & Information, Begleitung, Vermittlung, anzubieten. Dazu kommt die  Durchführung von offenen Angeboten, der Aufbau regelmäßiger Gruppenangebote und die Durchführung von Anti-Gewalttrainings. Bitte helfen Sie uns zu helfen.


Projekt 3 „Allgemeine Gemeindearbeit“

Unser reiches und vielfältiges Gemeindeleben ist ein Geschenk, aber es erfordert auch finanzielle Mittel. Immer wieder stehen wir vor neuen finanziellen Herausforderungen. Die Kirchensteuermittel bilden die unverzichtbare finanzielle Basis für die Kirchenge-meinden, aber sie reichen nicht aus. Unterstützen Sie uns bei unseren vielfältigen Aufgaben (Gottesdienste, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, Gruppen und Kreise, soziale Aufgaben, Konzerte, Ausstellungen, aber auch Heizkosten und Gebäudeunterhalt), indem Sie Ihren Gemeindebeitrag für unsere allgemeine Gemeindearbeit zur Verfügung stellen. Sie können darauf vertrauen, dass wir Ihr Geld dort einsetzen, wo es am nötigsten ist.