Die Gesamtkirchengemeinde Gerlingen

Das Gerlinger Modell
 
Die drei Gerlinger Gemeinden zum sogenannten Gerlinger Modell zusammengeschlossen.

 

Im Sommer 1998 beschlossen alle Mitglieder der Kirchengemeinderäte der Gerlinger Petrusgemeinde, der Lukasgemeinde und der Matthäusgemeinde einstimmig aufgrund der vorliegenden “Grundsätze der Zusammenarbeit” den Einstieg in das „Gerlinger Modell“.

 
Mit diesem Beschluss wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Gerlinger Kirchengemeinden aufgeschlagen: Hatten sich Anfang der 60er Jahre zunächst die Matthäus- und dann die Lukasgemeinde als Tochtergemeinden von der Petrusgemeinde verselbständigt, und die Gesamtkirchengemeinde nur als lockerer Zusammenschluss der drei Gemeinden fortbestanden, so war nun ein neuer, engerer gemeinsamer Weg eingeschlagen worden. Die Devise war und blieb dabei aber dennoch bis heute: „Soviel Selbständigkeit wie möglich, soviel Kooperation wie nötig.“

 

Im Zusammenspiel in der Gerlinger Ökumene hat sich das Miteinander der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde ebenso bewährt wie in der Vertretung im Gegenüber zur Kommune oder zu Vereinen und Schulen. Alle drei sind selbstständige Kirchengemeinden, die gemeinsam interessierende Themen und Probleme in ihrem "Gerlinger Modell" einer Gesamtkirchengemeinde behandeln. Dazu gehört auch die Verteilung der Gelder. Die Gerlinger Gemeinden erhalten die Zuweisung der Kirchensteuer Gelder nicht jeweils getrennt über den Kirchenbezirk, sondern haben die Aufteilung der Gelder in die eigene Hand genommen. Aufgrund dieser Budgetierung soll zum einen Flexibilität erreicht werden, zum andern aber auch der Anreiz zum Sparen gesteigert werden, denn das gesparte Geld bleibt vor Ort.

In den ersten fünf Jahren konnte auf diese Weise im Vergleich zum landeskirchlichen Schnitt überdurchschnittlich viel Geld gespart werden. Zur Zeit befinden sich im Strukturfond etwa 50 Prozent einer jährlichen Zuweisung. So hoffen die Gemeinden, angesichts der Steuerreform und den zurückgehenden Zuweisungen in den nächsten Jahren vorgesorgt zu haben.


Am 21. Februar 2003 stimmte die Bezirkssynode des Kirchenbezirks Ditzingen dem Antrag der Gerlinger Gemeinden zu, das "Gerlinger Modell" fest einzurichten.

 

Einzelheiten finden Sie in der Datei
'Ev. Gesamtkirchengemeinde "Gerlinger Modell"' als download

 

 

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