Zum neuen Slogan

„Lukasgemeinde mittendrin“ – so lautet seit 2007 das Motto der Lukaskirchengemeinde. Zusammen mit dem neuen Signet (siehe oben in der Leiste) wird der Slogan Briefpapier und Flugblätter zieren. Ein Wort nur – und in diesem Wort soll alles drinstecken, was die Lukaskirchengemeinde ausmacht.

 

„Mittendrin“ – das ist natürlich eine Frage des Standpunkts. Für so manchen Gerlinger mag der Gehenbühl geographisch eher eine Randerscheinung sein. Unbestritten ist jedoch, dass die Lukaskirche „mittendrin“ steht im Gehenbühl. Nicht nur als Gebäude, sondern auch als Gemeinde hat die Lukaskirchengemeinde in den letzten vierzig Jahren das Leben im Stadtteil geprägt: als Kirche und als Gemeinschaft, die miteinander glaubt, lebt, feiert, lacht und weint; als Jugendhaus und öffentliche Institution, als Versammlungsraum und als Anlaufstelle in der Not. 40 Jahre wird sie nun alt; sie ist erwachsen geworden und steht mittendrin im Leben.

 

„Lukasgemeinde mittendrin“ – das soll vor allem aber auch eine theologische Aussage sein. Die Lukaskirchengemeinde steht „mittendrin“ in diesem Leben und in dieser Welt. Sie ist nicht weltabgewandt, weil Gott sich in Jesus dieser Welt zugewandt hat. Sie ist nicht weltfremd, weil Gott dieser Welt nicht fremd geblieben ist. „Also hat Gott die Welt geliebt …“, dass er aus der Ewigkeit als der menschliche Gott zum Retter wurde für die Un-Menschen. Diese Welt ist es ihm wert. Der Un-Mensch ist es ihm Wert. Das lässt Weihnachten fröhlich werden.

 

Ja - „mittendrin“ ist auch ein weihnachtlicher Slogan. Gott wurde Mensch. In Jesus wurde er mitten hinein in diese Welt geboren: sterblich, zerbrechlich, lebendig. Dem vollen Leben hat er sich zugewandt – und voll ist das Leben nur, wenn auch die Schattenseiten zu Wort kommen. Seit Bethlehem kann man Gott nicht mehr vorwerfen, dass er welt- und lebensfremd über den Dingen steht und schwebt. Unser Gott wurde Mensch, um „zu suchen und selig zu machen was verloren ist“ (Lukas 19,10) wie es auf dem Gründungsstein als Leitspruch für die Lukaskirche steht.

 

Und zu diesem weihnachtlichen Geschehen gehört, dass wir Menschen mitten hinein in diese Welt gesandt sind, um in der Nachfolge Jesu sein Tun weiter zu tragen.

 

Mittendrin in diesem Leben und in dieser Welt soll also auch die Lukaskirchengemeinde sein, von Gott gesandt, einladend, offen, suchend - die Menschen und die Wahrheit in gleicher Weise. Wir stehen nicht außerhalb. Wir dürfen keine Randerscheinung sein. Wir müssen uns einmischen. Unser Platz kann nur mittendrin im Leben sein - mitlebend, das heißt: Mitlachend, mitfühlend und wenn es sein muss auch mitleidend. Wir müssen ihn suchen den Puls der Zeit, weil wir sonst am Leben vorbei leben. Das heißt nicht, dass wir dieser Welt gehören. Sein Reich „ist nicht von dieser Welt.“ Wir kommen aus einer anderen Welt und gehen in eine andere Welt. Aber heute, hier und jetzt stehen wir da, wo Gott uns hingestellt hat: „mittendrin“.